ein Lichtstrahl im Hades

Jetzt wo Kore wieder in ihr Reich gegangen ist, uns die kalte Zeit erreicht hat, wird es wieder den ein oder anderen erwischen, der sein inneres Feuer überschätzt und auf die Jagt geht. Seinen Erfolg kann er nicht verbergen, die Nasenflügel werden rot und bellende Laute kommen aus seiner Kehle. Nein er hat sich nicht in einen Hüter des Hades verwandelt,  eine Husten ist ihm ins Netz gegangen.

Hier möchte ich an einen guten Freund und Helfer erinnern, den Huflattich.

Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae oder Compositea) und wird auch als Brandlattich, Chappeler, Hitzeblätter oder Tabakkraut bezeichnet. Lange bevor die lang gestielten, grundständigen, an der Unterseite filzigen Blätter mit ihrer Herzchenform erscheinen, weisen die, auf 15cm hohen, braun geschuppten, ebenfalls filzigen Blütenschäften stehenden, gelben Blütenköpfchen mit ihrem Honigduft auf die Anwesenheit des Huflattichs hin. Noch zum Teil unter dem Schnee versteckt stehen sie auf Lehm- und Kalkböden des Ödlandes, in den Kiesgruben und  den Weg- und Ackerränder, wie ein Lichtstrahl in der kalten, öden Unterwelt. Die getrockneten Blätter und Blüten, wobei in der Sonne gewachsene Blätter zu bevorzugen sind, werden heute wie früher bei akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit eingesetzt. Der Huflattich kann den zähen Bronchialschleim verflüssigen, dadurch das Abhusten erleichtern und Menschen mit Lungenleiden Linderung bringen. Die Schleimhaut wird sozusagen wieder schlüpfrig. Bei akuten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut haben sich mehrmalige Spülungen mit einem Huflattich Salbei Tee bewährt. Die frische Pflanze oder ein Brei aus getrockneten Pflanzenteilen wird äußerlich bei Entzündungen, Brandwunden, Ulcus curis und Schwellungen angewandt. Früher wurde er auch als Tabakzusatz oder gar Tabakersatz verwendet. Die Omas und Opas unter uns erinnern sich vielleicht noch an die Asthmazigaretten aus der Apotheke, deren Inhalt unter anderem auch Huflattich war. Auch schon im alten Griechenland erwähnte Dioskuriedes das Einatmen von Huflattichrauch gegen Husten. Heute findet der Tee bevorzugt Verwendung.

In der Humoralmedizin wird die Pflanze als kalt im 1 Grad und feucht im 2 Grad eingestuft.

Mein lieblings Tee-Rezept wenn der Hals kratzt:                                                                          Wasser mit Ingwerscheiben und Anis aufkochen über dem Huflattich abseihen und 10 min ziehen lassen, ein bischen Honig dazu, lecker.

Gute Besserung!

Euer FCL